Schienencoach und Schienengüterverkehrs­studie Berlin

Für das Land Berlin werden eine Schienengüterverkehrsstudie und die Arbeit eines Regionalen Schienencoachs in einem gemeinsamen Projekt verbunden. Ziel ist, Infrastruktur, Transportströme und Verlagerungspotenziale daten- und standortbezogen zu bewerten und daraus konkrete Handlungsansätze für Verwaltung und Praxis abzuleiten. Wissensbasierte Planung verantwortet die Markt- und Potenzialanalyse und wirkt an der strategischen Gesamtbewertung mit.

Container auf einem Güterzug – Schienengüterverkehrsstudie Berlin

Projektbeschreibung

Worum es in diesem Projekt geht

Berlin ist als Wirtschaftsstandort und wachsende Metropole auf verlässliche Güterverkehre angewiesen. Zugleich sind Flächen knapp, das Straßennetz ist stark belastet und die Anforderungen an klimaverträgliche Logistik steigen. Das Projekt untersucht deshalb, unter welchen infrastrukturellen, betrieblichen und räumlichen Bedingungen mehr Güterverkehr auf die Schiene verlagert werden kann.

Die Schienengüterverkehrsstudie erfasst die bestehende Infrastruktur im Land Berlin und im Stadt-Umland-Zusammenhang. Sie betrachtet Engpässe, Verkehrsströme, Terminals und Gleisanschlüsse sowie schienennahe Gewerbestandorte. Darauf aufbauend werden Markt- und Verlagerungspotenziale untersucht und unterschiedliche Entwicklungsszenarien ausgearbeitet. Der Regionale Schienencoach greift die Erkenntnisse aus der Studie auf, spricht Unternehmen und weitere Akteure an und begleitet konkrete Verlagerungsansätze.

Wissensbasierte Planung (WBP) ist hauptverantwortlich für die Markt- und Potenzialanalyse. Dafür werden Verkehrs-, Unternehmens-, Standort- und Infrastrukturdaten zusammengeführt, räumlich ausgewertet und fachlich eingeordnet. Im Mittelpunkt stehen transportintensive Unternehmen, geeignete Gewerbestandorte und Relationen, bei denen ein Wechsel von der Straße auf die Schiene realistisch geprüft werden kann. Darüber hinaus wirkt WBP an der Projektsteuerung, der Bewertung künftiger Infrastrukturbedarfe und den abschließenden Handlungsempfehlungen mit.

Das Projekt wird von einer Arbeitsgemeinschaft aus der Studiengesellschaft für den Kombinierten Verkehr e. V. (SGKV), Wissensbasierte Planung und LUB Consulting GmbH bearbeitet. Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML arbeitet im Unterauftrag der SGKV mit. Die Ergebnisse sollen dem Land Berlin eine fachlich begründete Grundlage geben, um Infrastrukturbedarfe zu priorisieren, Unternehmen gezielt anzusprechen und weitere Schritte zur Verlagerung von Güterverkehr auf die Schiene vorzubereiten.

Auf einen Blick

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